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21.04.2008 |
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Da war mal wieder einer, der nicht unterscheiden konnte zwischen Unrechtsbewusstsein, Unfehlbarkeit und Unmoral: Georg Milbradt. Ganz entspannt und ausgeruht trat er zurück bzw. in den Ruhestand, um seine üppige Pension, die er sich durch die Sachsen-LB über seinen Ministerpräsidenten-Posten direkt in den breit gesessenen Hintern chauffierte, voll auszukosten. Bei seiner Presseerklärung grinste er von einem Ohr bis zum anderen, so wie die Masine aus dem Spielhaus. Natürlich kamen führende Unions-Fritzen, wie etwa der ewige Klassenkasper Balla-Balla-Pofalla, nicht umhin, seine groooßen Verdienste in den Wind zu heucheln. Dabei war Milbradt auch nur jemand, der sich bedient hat und von dem wir bedient sind. Der einzig wirkliche Verdienst der Milbradt-Milbe wird womöglich nur der Verlust des Dresdner Weltkulturerbe-Titels sein. Was für eine grandiose Leistung. Er muss sich auch nicht angesprochen fühlen zu dem, was der Tattergreis Roman Herzog, die Verkörperung des Generationskonflikts schlechthin, in einem Anfall von Altersstarrsinn und halb senilem Wahnsinn daher geredet hat. Der hat die Befürchtung geäußert, dass sie Älteren die Jüngeren ausplündern, hat dabei aber gerade die beschimpft, die jahrelang seine üppige Pension mit anfütterten. Ein klarer Fall für den Titel „Arschloch des Monats“. So ist das nun mal, wenn abgetakelte, ausgemusterte Politiker-Fregatten noch mal mitmischen wollen. So wie er vor einer Rentnerdemokratie warnte, kann man im Gegenzug vor einer Politikerdemokratie warnen. Lang genug haben wir solche parasitären Elemente mit durchgefüttert. Man sollte seine legendäre Hauruck-Rede, die er mal in den 90ern nach einem Saufgelage losgelassen hat, wörtlich nehmen. Ja, es muss endlich ein Ruck durch dieses Land gehen – und zwar in Form eines kräftigen Trittes in Herzog’s Allerwertesten. Vielleicht gibt er dann mal endlich Ruhe. Er ist doch auch nur einer, bei dem man hofft, dass sein Sargdeckel endlich zuknallt. Kommentar schreiben (0 Kommentar(e)) |
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13.03.2008 |
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Ein Scheusal namens Schäuble möchte die Linkspartei weiterhin vom Verfassungsschutz beobachten lassen, da er sie für eine extremistische Bedrohung hält. Hatten wir das in der deutschen Geschichte nicht schon einmal, dass Kommunisten verfolgt werden? Manche Dinge wiederholen sich immer wieder. Als Grund nannte er u.a., dass sich Teile der Linkspartei die Stasi zurückwünschten. Ein Wunsch, der schon längst Wirklichkeit geworden ist, denn heute nennt sich die Stasi Bundesamt für Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst. Nichts anderes sind diese beiden Institutionen, nur eben dass Erich Mielke und die Stasi einen durchschlagenderen Erfolg bei der Durchsetzung ihrer Ziele und Aufgaben hatten. Da könnten die Leute vom BND oder die selbst ernannten Verfassungsschützer noch was von denen lernen. Zum Beispiel wie man Menschen tötet. Schäuble als selbsternannter Terrorabwehr-Beauftragter, der sich (im Sinne seiner Partei) schwarz ärgert, wenn’s keine täglichen Meldungen über Kofferbomber und Terroranschläge gibt, entpuppt sich mehr und mehr als der eigentliche Extremist, der nicht mehr ganz rund läuft bzw. rollt. Mit seinen krummen Thesen und seinen Panikmachereinen will er nur Angst unter der Bevölkerung schüren will, denn wir wissen ja: Ein Volk, das Angst hat, muss die Regierung nicht fürchten. Um die Glaubwürdigkeit unserer Innenminister-Karikatur zu verdeutlichen, hier noch ein Zitat von ihm, was er in „Berlin direkt" in Bezug auf den Fall Zumwinkel zum Besten gab: „Es ist einfach ein solcher Skandal und derartig bestürzend und enttäuschend. Das kann so nicht sein! Die Freiheit lebt doch davon, dass die Vorbilder sich vorbildlich verhalten." Wenn die Moderation dieser Sendung kompetent gewesen wäre, hätte sie ihn mal an die 100 000 DM Schmiergeld erinnern sollen, die er sich damals eingesackt hat. Es scheint so, dass Schäuble auch mental gesehen im Rollstuhl sitzt. Kommentar schreiben (0 Kommentar(e)) |
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08.03.2008 |
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Alles Schlechte zum internationalen Frauentag: Frau Ypsilanti tritt nicht mehr zur Wahl als Ministerpräsidentin in Hessen an, weil sie keine eigene Mehrheit in ihren eigenen Reihen findet, da eine aufsässige Genossin mit Gewissensbissen ihr die Stimme verweigern will. Dagmar Metzger heisst sie und gerät nun zusehends unter Druck: sie solle ihr Mandat nieder legen oder gleich ganz aus der Partei austreten, weil man ja da keine eigene Meinung haben darf. Und schon gar kein Gewissen. In der Politik sind nämlich alle nur Mitläufer. Da empörte sich ein hessisches SPD-Persönchen in einem Interview: "Wenn Frau Metzger es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren kann, würde es bedeuten, dass wir anderen kein Gewissen haben?" Jawohl, also frag nicht so dumm! Zickenalarm in der Hessen-SPD; Stutenbisse statt Gewissensbisse! Wie dem auch sei: die Pläne für eine rot-grüne Minderheitsregierung mit Tolerierung der Linkspartei sind (vorerst) vom Tisch, unten drunter hockt die Ypsilanti als eigentliche Verliererin der Hessen-Wahl, während über ihr triumphierend der Koch tanzt und sich ins rechte Fäustchen lacht. Bravo, gut gemacht! Das passiert, wenn Frauen versuchen, Spitzenpositionen einzunehmen: sie fallen auf die Fresse. Immerhin kann man ihr ja wenigstens anrechnen, dass sie zugegeben hat, ihr Versprechen gebrochen zu haben; dass gibts in der Politik auch nicht alle Tage. Doch das wird ihr den Hals, den viele ihrer SPD-GenossInnen am liebsten umdrehen möchten, auch nicht mehr retten. Hat die Ypsilanti jetzt ein Glaubwürdigkeitsproblem? Natürlich, denn sonst wäre sie ja nicht in der Politik. Aber sie ist nicht mehr oder weniger glaubwürdiger als die anderen Witzfiguren. Wer z.B. die beiden Possenreißer Westerwelle/Niebel ernsthaft als politische Opposition für glaubwürdig hält, bei dem muss doch was in der Kindheit schief gelaufen sein. Oder die bayrische Schenkelklopfer-Combo Beckstein/Huber, die das Rauchverbot lockern wollen, in dem Glauben, verloren gegangene CSU-Wählerstimmen zurück zu gewinnen. In Bayern glaubt man an vieles, sogar an Gott. Diese Frau Ypsilanti, die früher beim Bundes-Gerd Frau XY hieß und nun von der BILD in Lügilanti umgetauft wurde, was immerhin 25 ct. für die Wortspielkasse macht, ist in diesem politischen Irrenhaus also in allerbester Gesellschaft. Kommentar schreiben (0 Kommentar(e)) |
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02.03.2008 |
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Was für eine Aufregung, was für eine Empörung! Obwohl Kurt Beck noch vor den Wahlen in Hessen erklärte, dass für ihn ein Bündnis mit der Linkspartei keinesfalls in Frage käme, zieht er es nun in Erwägung, mit deren Hilfe und Unterstützung in den dortigen Landtag einzuziehen, um die Macht einzunehmen. Es folgte ein Aufschrei durch alle Instanzen: Wortbruch! Wortbruch! Wortbruch! Aber hat das wirklich schon einmal eine Rolle gespielt, was ein Politiker vor der Wahl sagt? Das wäre ja nun wirklich mal ganz was neues gewesen. Kommentar schreiben (0 Kommentar(e)) |
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Was sonst noch war im Februar |
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29.02.2008 |
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Nach der "Kultur des Hinsehens" mahnt unsere große Volkskanzlerin nun eine "Kultur des Erklärens" an. Was das angeht, ist sie so manche Erklärung schuldig; wie wäre es z.B. mal mit einer "Kultur des Nachdenkens"? Kann bestimmt nicht schaden. Offenbar hat das unheimliche Merkel nachgedacht (was ich für ein Gerücht halte; ich möchte ihr auch nichts unterstellen) und dabei festgestellt, dass die bisherige Annahme "Geht es dem Unternehmen gut, geht es dem Arbeitnehmer gut" so nicht mehr stimmen würde. Das hat es doch noch nie; darum ist es auch nur eine Annahme.
Sie verlangt von der Wirtschaft mehr Durchschaubarkeit in Sachen Globalisierung, doch das Wesen der Globalisierung ist doch nun einmal, dass sie undurchschaubar ist. Das einzig Durchschaubare daran ist lediglich, dass die, die wenig haben, immer weniger bekommen und die, die viel haben, immer mehr abkriegen. Aber das ist doch nichts neues: das hat doch jeder inzwischen mitbekommen, der das große Glück hat, arbeiten gehen zu müssen. Frau Merkel, genau das ist doch das durchschaubare Undurchschaubare: dass kaum ein Tag vergeht, an dem raffgierige Konzerne trotz Riesengewinnen ihre Mitarbeiter auf die Straße setzen und ins Ausland abzischen. Das ist das Wesen der Globalisierung! Und genau das verkauft man anhand von angeblich gesunkener, aber in Wahrheit geschönter Arbeitslosenzahlen als großen Erfolg der großen Koalition.
Und dann kommt der freilaufende Arbeitgeber-Hundt angedackelt und pisst uns allen ans Bein, in dem er mal wieder in Richtung Mindestlohn kläfft, da ja ein Einkommen, von dem die Menschen leben können, schädlich für dieses System ist. Kabarettist Volker Pispers erklärte dazu treffend: "Entweder ich bin für einen Mindestlohn - oder ich bin ein Arschloch." Dem ist nichts hinzuzufügen.
Dann ermahnte die Merkeln noch die Manager zur Besonnenheit. Der Fall Zumwinkel hat ja auch quer durch alle Parteien für Entsetzen gesorgt, als ob noch nie, aber wirklich noch nie in schwarze Kassen abgefülltes Geld über schwarze Konten nach Liechtenstein transferiert wurde. Das hat es wirklich noch nie gegeben. Was für schockierende Erkenntnisse, was für ein Aufschrei! Da stellte der Ackermann klar, dass Top-Manager eine Vorbildfunktion einnehmen müssen - sowohl was das Hinterziehen von Steuern anbelangt als auch in puncto Massenentlassungen, damit die Bilanzen stimmen. Die ewig schwadronierende, liberale Tucke Westerwelle regte sich noch empört darüber auf, dass man ja nicht alle Manager-Nullen über einen Kamm scheren dürfe, nur weil Einzelne sich ein bisschen bereichert haben. Irgendwie muss er ja seine Stammwählerschaft und Zielgruppe in Schutz nehmen. Als das mit dem Zumwinkel, der sich nun mit 90 000 EUR Rente begnügen muss, heraus kam, qualmte es in der FDP-Zentrale ziemlich heftig: vor lauter Akten, die geschreddert wurden...
Heißer Anwärter auf den Titel "Arschloch des Monats" war der arbeitsscheue SPD-Hinterbänkler Thilo Sarrazin, der sich die große Mühe machte und ausrechnete, dass 4,25 EUR pro Tag für einen HARTZ IV-Empfänger vollkommen ausreichen, um sich gesund zu ernähren - vorausgesetzt, dass er selber kocht. Da fragt man sich, was in dem Sarrazin so alles übergekocht ist. Als nächstes werden wieder Essensmarken ausgeteilt.
Doch dann kam Wolfgang Böhmer, der Ministerpräsident von Sachsen-Anstalt, mit der Feststellung, dass Kindstötung im Osten ein Mittel zur Familienplanung sei. Ich möchte nicht näher auf diesen geisteskranken Schwachsinn eingehen, nur soviel: wenn Böhmers Eltern ihn nach der Geburt weggeschmissen und stattdessen den Klapperstorch groß gezogen hätten, wäre uns dieses dümmliche Gesülze mit Sicherheit erspart geblieben.
Wenn man irgend einen Politiker, egal was für einen, mit dem Knüppel erschlagen würde - man würde nie den falschen treffen!
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