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21. April 2008 13. März 2008 08. März 2008 02. März 2008 29. Februar 2008 |
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DER 6. KONTINET
GB 1976 / O: „At the Earth’s Core” / AT: „Angriff der Dinosaurier”; „Edgar Rice Burrough’s At the Earth’s Core” / Prod.: Amicus
Regie: Kevin Connor / Musik: Mike Vickers / Kamera: Alan Hume / Schnitt: John Ireland, Barry Peters / Prod.: Milton Subotsky, Max J. Rosenberg, John Dark / Buch: Milton Subotsky / LV: Edgar Rice Burroughs
Darsteller: Doug McClure (David Innes), Peter Cushing (Dr. Abner Perry), Caroline Munro (Prinzessin Dia), Cy Grant (Ra), Godfrey James (Ghak), Sean Lynch (Hooja), Michael Crane (Jubal, der Hässliche), Keith Barron (Dowsett) sowie Bobby Parr, Helen Gill u.a.
„Wir sind lange genug auf der Erde rumgekrochen. Jetzt wollen wir endlich sehen, wie sie von innen aussieht!“ Juheisassa! Mit diesen einleitenden Worten von Doug McClure, der kurz und bündig erklärt, wohin die Reise geht, ließ Kevin Connor (HAUS DER VERDAMMTEN) 1976 in der Tradition seiner Meisterwerke CAPRONA, CAPRONA II und TAUCHFAHRT DES SCHRECKENS ein weiteres gigantisches Saurierspektakel vom Stapel. Die Reise in den Mittelpunkt des Blödsinns hält sich auch nicht lange mit irgend einer überflüssigen Vorgeschichte auf und so dauert es keine 5 Minuten, bis Doug McClure Zigarre paffend neben dem schrulligen Wissenschaftler Dr. Perry alias Peter Cushing im Cockpit einer riesigen Bohrmaschine, dem sogenannten „eisernen Maulwurf“, sitzt und sich zischend und krachend durch Fels und Gestein tief ins Erdinnere bohrt. Nun, wohl etwas zu tief, denn sie sind auf einmal am Mittelpunkt der Erde (oder zumindest irgendwo in der Nähe davon), in einer Welt namens Pellucidor, gelandet: dem Titel gebenden sechsten Kontinent. Während sie noch über die sonderbare Flora und Fauna staunen, werden sie von einem trampelwütigen, furchtbar kreischendem Schni-Schna-Schnabelsaurier unsanft in dieser fremden Welt empfangen. Den versucht der pfiffige Doc mit dem Auf- und Zuspannen seines Schirmes zu vertreiben, während der coole Doug bei all dem Trouble immer noch die Zigarre in der Gusche behält, die er dann aber doch aufopferungsvoll aufgibt. Wo Männer noch Männer sind. Zeit zum verschnaufen bleibt für die Beiden kaum, denn sie werden von einem alles andere als freundlichen, dafür aber schweinsnasigen Sklavenhalter-Trupp, die sogenannten Sagoth, gefangen genommen. Deren rüdes Verhalten kommentiert Dr. Perry mit den Worten: „Genauso leicht erregbar wie alle Ausländer.“ Soviel zur internationalen Völkerverständigung. Die mit Peitsche und Knüppel recht aggressiv auftretenden Sklavenhalterseelen erhalten mittels Hypnose ihre Befehle von den Mahars, eine Rasse von garstigen Riesenkrähen-Flugsauriern, die über Pellucidor herrscht. Klaro, dass sich einer wie Doug McClure gerade dazu anbiedert … äh, anbietet, um nicht nur die Bewohner, sondern natürlich auch Caroline Munro (STAR CRASH; MANIAC), die sich als eingebildete Prinzessin mit unter den Gefangenen befindet, zu retten. Extra für sie und nur für sie kämpft er gegen Jubal, den Hässlichen, der die Prinzessin verfolgt und so in die Arme der Sagoth-Soldaten trieb. Dr. Perry bringt den Bewohnern von Pellucidor fix das Pfeil- und Bogenschiessen bei, die kurz darauf, angeführt von unserem aufrichtigen Helden Doug McClure, gegen ihre Unterdrücker in den Kampf ziehen… Und so nebenbei gilt es immer wieder, gegen fürchterliche Dinosaurier-Monster zu kämpfen. Als da wären: eine feuerspeiende Riesenkröte, ein lauernder Höhlen-Kraken und noch so ein komisches Viech. Die obskuren Dino-Kreationen, die hier wacklig auf die Beine gestellt wurden, erzeugen durchaus von Phantasie, was man von der tricktechnischen Umsetzung freilich nicht behaupten kann. Ungelenk und unbeweglich schwanken sie durch die ins Neon-Licht eingetauchte Pappkulissenwelt, die mit ihrem rosa-violetten Farbton einen Hauch Bordellatmosphäre versprüht. Kurz vor ihrer Abreise stecken Doug McClure und Peter Cushing wieder in frisch gewaschenen und gebügelten Anzügen (so geht das) und treten ihre nicht weniger spektakuläre Heimkehr an, wobei sich der eiserne Maulwurf im Vorgarten des Weißen Hauses an der Erdoberfläche wieder ausgräbt und zwei Wachmänner in Panik versetzt. Falls der eine oder andere mit den hier geschilderten Ereignissen aus der inneren Unterwelt nichts anzufangen weiß: Allein diese Szene ist es wert, diesen Film durchzustehen. Ansonsten dürfte diese Verfilmung von Edgar Rice Burrough’s 1922 in Chicago erschienen Roman „At the Earth’s Core“ hauptsächlich für Trash-Fans, denen kein Monster-Movie zu bekloppt ist, von Interesse sein. „Sie können mich nicht hypnotisieren, ich bin nämlich Engländer!“ (Peter Cushing als Dr. Perry) Sehenswert ist Peter Cushing als mustergültige Idealverkörperung des zerstreuten Wissenschaftlers: Dr. Perry, dessen kaspriges Gezappel und flapsige Sprüche nicht so recht mit dem Rest der haarsträubenden Handlung harmonieren wollen, gleichwohl aber auch für etwas Auflockerung sorgen. Cushing gibt hier wieder mal den Mad Scientist, spielt dabei aber gegen sein Image als besessener, rücksichtsloser und eiskalter Wissenschaftler an: irgendwie völlig von der Rolle, vollkommen überdreht und total zappelig.
- Weitere bislang besprochene Filme mit Peter Cushing:
DIE BANDES DES CAPTAIN CLEGG (1961) DIE BRENNENDEN AUGEN VON SCHLOSS BARTIMORE (1964) ISLAND OF TERROR – INSEL DES SCHRECKENS (1966) BRENNENDER TOD (1967) FRANKENSTEIN SUCHT EIN NEUES OPFER (1969) DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE (1969) TOTENTANZ DER VAMPIRE (1970) IRRGARTEN DES SCHRECKENS (1972) HORROR EXPRESS (1972) SHOCK WAVES – DIE SCHRECKENSMACHT DER ZOMBIES (1977) - „…ein gut inszenierter, wenn auch unbedeutender Film.“ (DIE SCIENCE FICTION FILMENZYKLOPÄDIE)
- „Ein buntes und gelegentlich auch humorvolles Abenteuer in einer Pappdeckelwelt.“ (Ronald M. Hahn & Volker Giesen, LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS)
- „Wer sich für GODZILLA & Co. zu reif fühlte, ging damals in solche knallig-bunten Abenteuerstreifen, die an hirnrissigen Ideen, miesen Tricks und hanebüchenen Situationen kaum zu überbieten sind.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)
- „Farbenfrohes Fantasy-Abenteuer. Trotz einfallsreicher Ideen und leidlicher Spannung verliert der Film durch seine Pappmaché-Dekors an Glaubwürdigkeit.“ (Andreas Bertler, HÖLLE AUF ERDEN)
Anbieter: cmv Bild: 1,85:1 (16:9; anamorph) Ton: Deutsch & Englisch DD 2.0 Untertitel: keine DVD-Format: DVD-5 TV-Norm: PAL Regionalcode: 0 Laufzeit: 91 Min. (uncut) FSK: ab 12 Extras: Original-Kinotrailer Alternative Schmalfilmfassung Bildergalerie Filmografien
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28 DAYS LATER oder: ein Zombiefilm vom TRAINSPOTTING-Regisseur GB 2002 / O: „28 Days Later“ / Prod.: DNA Films; Figment Films / Verleih: Fox Searchlight Pictures / Länge: 113 Min. / FSK: ab 18 Regie: Danny Boyle / Musik: John Murphy / Kamera: Anthony Dod Mantle / Schnitt: Chris Gill / Prod.: Andrew Macdonald / Ausf. Prod.: Greg Caplan, Simon Fallon / Buch: Alex Garland Darsteller: Cillian Murphy (Jim), Naomie Harris (Selena), Brendan Gleeson (Frank), Megan Burns (Hannah), Christopher Eccleston (Major Henry West), Stuart McQuarrie (Sgt. Farrell), Noah Huntley (Mark), Christopher Dunne & Emma Hitching (Jim’s Eltern) sowie Luke Mably, Ricci Harnett, Leo Bill, Marvin Campbell, Alex Palmer u.a. Hätte es einer für möglich gehalten, daß man der Zombie-Thematik nach all den Brechreiz-Schockern doch noch neue Aspekte abgewinnen kann? Und ob. Trotz unvermeidlichen Logik-Fehlern ist 28 DAYS LATER der intelligenteste (!) Zombiefilm seit Michelle Soavis DELLAMORTE DELLAMORE und als solcher eine echte Bereicherung für das Genre. Dabei sind’s nich’ mal „richtige“ Zombies, die Heerscharen Untoter wird man hier vergebens suchen. Es sind Infizierte und ausgerechnet Tierschützer zeichnen für das, was noch kommen wird, verantwortlich. Scheiß Ökofreaks! Sie wollten nur ein paar Versuchsaffen aus einem Wissenschaftslabor befreien, ohne zu wissen, daß diese mit einem hochgefährlichen Aggressionsvirus infiziert sind. Was dadurch in die Welt frei gesetzt wurde, wird 28 Tage später erzählt... Jim (Cillian Murphy) wacht auf einer Krankenstation auf, nackt und allein. Dem Fahrradkurier wurde nach einem Verkehrsunfall die Kopfwunde behandelt, doch nun ist niemand mehr da. Weder im Krankenhaus, noch draußen auf den Straßen – London ist verwüstet und wie ausgestorben. Fast. In einer Kirche entdeckt er Dutzende Tote, von denen plötzlich einige Wahnsinnige aufstehen und ihn wild rasend angreifen. Jim bekommt unerwartet Hilfe von Selena (Naomie Harris) und Mark (Noah Huntley), die ihn mit der schrecklichen Wahrheit konfrontieren: Ein Virus hat England, vielleicht sogar den Rest der Erde erfaßt; die uns bekannte Zivilisation wurde komplett zerstört. Die Infizierten entwickeln in ihrer aggressiven Raserei enorme Kräfte und fallen über jeden Menschen her, die binnen weniger Sekunden ähnliche Tobsuchtsanfälle an den Tag legen. Während Jim schockiert seine toten Eltern aufsucht, die sich mit einer Überdosis Schlaftabletten haben retten können, hat Selena sich schon damit abgefunden: Als Mark sich nach einer Verletzung mit den Virus angesteckt hat, tötet sie ihn kurzerhand. Jim und Selena durchstöbern weiter das totenstille London und stoßen auf den gutmütigen Frank (Brendan Gleeson) und seine Tochter Hannah (Megan Burns), die sich in ihrem Plattenbau-Hochhaus ein Überlebenscamp eingerichtet haben. Zu viert machen sie sich auf in den Norden, wo sie einer Funknachricht folgend weitere Überlebende erhoffen... Die Ausgangssituation von George A. Romero’s legendärer Untoten-Trilogie NIGHT OF THE LIVING DEAD (1968), DAWN OF THE DEAD (1978) und DAY OF THE DEAD (1986) im Hinterkopf, entwickelten Boyle und Garland ein fesselndes Endzeit-Szenario, das in Zeiten von SARS, Pocken-Alarm und „Deutschland sucht den Superstar“ eine beklemmende Wirkung erhält. Schon in RESIDENT EVIL schafften die guten, alten Zombies ihr Kino-Comeback, doch wo Paul Anderson auf der Suche nach dem Spezialeffekt lediglich Trash und Fun bot, da ist Danny Boyle radikaler, düsterer, ernsthafter, aber nicht ohne Ironie. So gibt’s auch hier die schon oft gesehene Supermarkt-Plünderung (DAWN OF THE DEAD läßt grüßen), doch sind ausgerechnet Büchsencola, Schokoriegel und bestrahlte Äpfel das einzige, von dem man sich in absehbarer Zeit ernähren kann. Boyle und Garland spielen mit alten Zutaten, vor allem zu dem bei uns unter ZOMBIE 2 – DAS LETZTE KAPITEL bekannten DAY OF THE DEAD lassen sich zahlreiche Parallelen herstellen. Hier wie dort sind die letzten überlebenden Menschen den Horden an Untoten ausgeliefert, doch statt miteinander kämpfen sie gegeneinander, da natürlich das Militär seine Vormachtstellung behaupten muß. Es ist alsbald abzusehen, daß Boyle diese Richtung einschlägt, als Jim und die anderen im letzten Drittel des Films die vermeintliche Radioquelle entdeckt haben und stattdessen auf den irren Major West (Christopher Eccleston, THE OTHERS) treffen, der mit einem kleinen Soldatentrupp und genug Munition seine eigene private Schreckensmacht aufgebaut hat. Für Genre-Fans- und Hasser hat der Endzeit-Schocker noch mehr Deja-vu-Erlebnisse parat: da ist der grausige Tod eines Sympathieträgers, als er unerwartet vom Virus befallen wird, da sind die Frauen, die von den Soldaten angemacht werden, obwohl sie doch nur den Fortbestand der Menschheit sichern wollen und da ist der eine Zombie, der gefangen genommen wurde und nun als Versuchsobjekt herhalten muß... Auch wenn 28 DAYS LATER dadurch eine gewisse Routine entwickelt hat, kommt er gerade im letzten Drittel zu seiner Kernaussage, nämlich das nach dem Verlust unserer so genannten Zivilisation, in die wir hinein geboren werden, nur noch die nackte Gewalt, der Drang zum Überleben, übrig bleibt: „Wenn du Toleranz und Anstand, also deine so genannte Menschlichkeit aufgibst, ist rasende Wut das einzige, was übrig bleibt,“ so Alex Garland. Die rohe Gewalt, die dabei erzeugt wird, wurde dem Film schließlich auch immer wieder angelastet. Obwohl Boyle sich mit allzu grausigen Details zurück hält, greift er doch auf einen alten filmischen Trick zurück, nämlich das, was nicht gezeigt wird, umso brutaler und beängstigender werden zu lassen. Mit schnellen Schnittfolgen und dem Einsatz der Digitalkamera wird das Geschehen eher angedeutet, trotzdem gibt es einige explizite Gewaltdarstellungen, in denen das Blut nur so spritzt, so, wie man es schon lange nicht mehr auf der Kinoleinwand gesehen hast. Aber vielmehr ist es der Realismus, wie die Macher ihre Geschichte erzählen und 28 DAYS LATER so brutal und schonungslos werden läßt. Doch wer würde je bestreiten, daß das Leben nicht brutal ist? Und eine menschenleere Großstadt wie London ist eine viel schlimmere Horrorvision als jeder herausgerissene Darm. - Für Cillian Murphy bedeutete 28 DAYS LATER der internationale Durchbruch: er spielte den verliebten Fleischergesellen in DAS MÄDCHEN MIT DEM PERLENOHRRING (2003), die Vogelscheuche in BATMAN BEGINS und einen wenig umgänglichen Passagier in Wes Cravens Flugzeugthriller RED EYE (beide 2005).
- Der Ire Brendan Gleeson hat sich in den letzten Jahren zum gefragten Nebendarsteller gemausert: er war u.a. der grummlige Sheriff im Kroko-Spaß LAKE PLACID (1999), wetterte in Spielbergs Sci-Fi-Drama A.I. (2001) gegen Roboter, spielte Kurt Russells korrupten Vorgesetzten im Cop-Thriller DARK BLUE (2002), war einer der Dorfbewohner in THE VILLAGE (2004) und „Mad Eye“ in HARRY POTTER UND DER FEUERKELCH (2005). Weitere Rollen hatte er in BRAVEHART (1995), MISSION: IMPOSSIBLE II (2000), Martin Scorsese’s GANGS OF NEW YORK (2002) und Ridley Scotts KÖNIGREICH DER HIMMEL (2005).
- „Rasante Zombie-Hommage – gesellschaftskritischer Splatterfilm für Soziologiestudenten.“ (CINEMA)
„Wer jedoch keinen herkömmlichen Action-Kracher erwartet und sich auf den Film einlässt, den erwartet ein interessanter und auch sehr spannender Film, der sicher nach dem Kinobesuch noch lange für Diskussionsstoff sorgen wird.“ (Nicole Helfrich, MOVIESTAR) Kommentar schreiben (3 Kommentar(e)) |
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7 Zwerge - Männer allein im Wald |
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7 ZWERGE – MÄNNER ALLEIN IM WALD D 2004 / Prod.: Zipfelmützen Film; VIP Medienfonds 2; Universal Pictures; MMC Independent; Rialto Film; Telepol; Filmstiftung NRW; FFF Filmfernsehfonds Bayern; Filmförderungsanstalt FFA (jemand vergessen?) / Länge: 90 Min. / FSK: ab 6 Regie: Sven Unterwaldt / Musik: Joja Wendt / Kamera: Jo Heim / Schnitt: Julia von Frihling / Prod.: Otto Waalkes, Bernd Eilert, Douglas A. Welbat / Buch: Bernd Eilert, Otto Waalkes, Sven Unterwaldt
Darsteller: Otto Waalkes (Bubi, Bubis Mutter, Bubis Vater, Fanfarenbläser), Heinz Hoenig (Brummboss), Mirco Nontschew (Tschakko), Boris Aljinovic (Cloudi), Markus Majowski (Cookie, Cookies Mutter), Martin Schneider (Speedy), Ralf Schmitz (Sunny), Cosma Shiva Hagen (Schneewittchen), Nina Hagen (Königin), Hans Werner Olm (Spliss), Atze Schröder (Hofnarr), Christian Tramitz (Jäger), Rüdiger Hoffmann (Spiegel), Norbert Heisterkamp (8. Zwerg), Mavie Hörbiger (Rotkäppchen), Helge Schneider (der weisse Helge), Hilmi Sözer (Torwächter), Antonio Monfort (Neger), Harald Schmidt (Besucher), Tom Gerhardt (Wache), Helmut Zerlett (Dirigent), Douglas Welbat (Vollstrecker) u.a. Deutschlands Humor-Zombies allein im Wald. Kommentar schreiben (9 Kommentar(e)) |
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13 GEISTER
USA 2001 / O: „13 Ghosts“ / Prod.: Dark Castle Ent., Columbia Pictures, Warner Bros. / Länge: 87 Min. / ab 16
Regie: Steve Beck / Musik: John Frizzell / Kamera: Gale Tattersall / Schnitt: Derek G. Brechin, Edward A. Warschilka / Ausf. Prod.: Steve Richards, Joel Silver, Robert Zemeckis / Prod.: Terry Castle, Richard Mirisch / Buch: Neal Stevens, Richard D’Ovidio / Story: Robb White / Make-up-Effekte: Robert Kurtzman, Gregory Nicotero, Howard Berger
Darsteller: Tony Shalhoub (Arthur Kriticos), Embeth Davidtz (Kalina Retnia), Matthew Lillard (Dennis Rafkin), F. Murray Abraham (Cyrus Kriticos), Shannon Elizabeth (Kathy Kriticos), Alec Roberts (Bobby Kriticos), Rah Digga (Maggie), J. R. Bourne (Ben Moss) sowie Matthew Harrison, Jacob Rupp, Shawna Loyer, Mikhael Speidel, Daniel Wesley, Laura Mennel, Kathryn Anderson u.a.
Eu eu eu, hier kommt mal wieder was angeholpert und gepoltert. Nach HAUNTED HILL die zweite Produktion der von den Hollywood-Recken Joel Silver & Robert Zemeckis gegründeten Dark Castle-Studios, die sich darauf spezialisiert haben große, teure, zeitgenössische Big-Budget-Remakes fast schon vergessener Gruselschinken auf’s Publikum loszulassen. In diesem Falle hat man wieder ein Werk des unverwüstlichen William Castle, ein Pionier des B-Films, als Vorbild ausgebuddelt: Bei HAUNTED HILL war es der Vincent-Price-Klassiker DAS HAUS AUF DEM GEISTERHÜGEL, hier ist es THIRTEEN GHOSTS (1959), ein Schwarz-Weiß-Grusler, der bei uns unter dem Titel DAS UNHEIMLICHE ERBE lief.
Arthur Kriticos (Tony Shalhoub, MEN IN BLACK Iⅈ GALAXY QUEST) hat es wirklich hart getroffen. Nicht nur das er und seine beiden Kinder Kathy (Shannon Elizabeth, SCARY MOVIE) und Bobby (Alec Roberts) bei einem Brand das gesamte Haus verloren haben, auch seine Frau kam in der Flammenhölle um. Da kommt die plötzliche Erbschaft seines ebenso reichen wie exzentrischen Onkels Cyrus (F. Murray Abraham, AMADEUS; STAR TREK – DER AUFSTAND) gerade richtig. Per Laptop-Botschaft verkündet er dem verdutzten Arthur, daß er ihm sein Lebenswerk vermacht hat: sein Haus. Bei aller Abgeschiedenheit erweist sich das Anwesen als prunkvolle, aus lauter Glasfassaden bestehende High-Tech-Villa. Andere sind auch schon da: etwa der mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattete, raffgierige Dennis Rafkin (der SCREAM-Irre Matthew Lillard), der einst mit Cyrus Kriticos zusammenarbeitete und als Mitarbeiter der Stadtwerke getarnt unbedingt in den Keller des Hauses muß. Ein Schatz soll da unten auf ihn warten. Doch Rafkin erwartet was ganz anderes: 12 Geister, die mit Bannsprüchen in Glasbunkern gefangen gehalten werden. Da ist der erstgeborene Sohn, der Torso, die gebundene Frau, die verwelkte Liebende (die sich als Arthur’s Frau Jean herausstellt – Platz für Tragik-Dramatik muß immer sein!), weiter der zerrissene Prinz, die zornige Prinzessin, die Pilgerin, das große Kind und die grässliche Mutter, der Hammer, der Schakal und der Moloch. Klingt wie das Kompetenzteam von Angela Merkel. Und der 13.? Der wird im Verlauf der geistreichen (?) Geschichte noch hinzukommen... Während Rafkin Arthur zu warnen versucht, das Anwesen schnellstens zu verlassen, macht sich Yuppie-Anwalt Ben Moss (JR Bourne), der die freudige Kunde der Erbschaft übermittelte, auf in den Keller, wo schon der von Rafkin gesuchte Koffer voller Geld auf ihn wartet. Als er sich ihn schnappt, löst er ungewollt einen Mechanismus aus, der die 12 Geister frei läßt und das übrige Haus verbarrikadiert. Dummheit schützt auch vor Strafe nicht, doch Anwalt Moss wird das Teilen schon noch lernen... Die Geister, die niemand rief, sind da und machen einen reichlich auf Terror. Ein Glück, daß plötzlich Parapsychologin Kalina Retnia (Embeth Davidtz, ARMEE DER FINSTERNIS) was weiß ich woher auftaucht und dem verdutzten Arthur erklärt, das dieses Haus eigentlich eine Maschine ist und Onkel Cyrus ein komplett Verrückter war, der ausschließlich nach der Weltherrschaft gierte. Und plötzlich ist Onkel Cyrus wieder da und hat gar übles im Sinne... Trotz einem Dutzend Geister ist das laute, donnernde Remake ziemlich geistlos. Das ganze Effektgetöse nützte nichts, es ist nämlich noch banaler und einfallsloser als HAUNTED HILL; schlimmer, hier zerrt man von den selben nicht vorhandenen Einfällen. Hier wie dort kämpft eine Handvoll Menschen in einem labyrinthähnlichen, riesigen High-Tech-Bunker, von der Außenwelt abgeschnitten, ums Überleben ... gähn! Man merkt’s, Steve Beck kommt aus der Werbebranche und setzt in seiner betont rasanten Regie im wilden MTV-Stil weniger auf Überraschungen, sondern Schauwerte. Tatsächlich sind die Anblicke der 13 GEISTER Momente des Bizarren und Meisterleistungen der modernen Make-up-Kunst, doch leidet der neumodische Spukhaus-Horror mit seinem Hang zum Splatter darunter, alles zeigen zu müssen. Nichts wird dem Zuschauer überlassen, alles wird vor ihm hingeknallt, soll er doch selber sehen, was er damit anfängt. Etwas, was die gar nicht mal unähnlichen, aber viel, viel cleveren THE SIXTH SENSE, ECHOES und THE OTHERS diesem Trickkisten-Remake voraus haben: Atmosphärisch stimmiger, subtiler Geister-Horror ohne großes Effektgetöse. Etwas, was 13 GEISTER gar nicht in den Sinn kommt, denn hier knallts und rummsts so richtig in der Kiste – bis zum schmalztriefenden Happy-Kitsch-Ende...
- „Wenn William Castle heute Filme machen würde, dann solche wie diesen!“ (Uwe Raum-Dainzer, MOVIESTAR)
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