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Alien in dir, das
 

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DAS ALIEN IN DIR

USA 1995 / O: „The Alien Within“ / Prod.: New Horizons / Laufzeit: 83 Min. / FSK: ab 18

Regie: Scott Levy / Musik: Christopher Lennertz / Kamera: Mike Mickens / Schnitt: John Bergstresser / Prod.: Mike Elliott / Ausf. Prod.: Roger Corman / Buch:
Alex Simon

Mit Roddy McDowall (Dr. Henry Lazarus), Alex Hyde-White (Jedidiah Pickett), Melanie Shatner (Catherine Harding), Don Stroud (Louis), Richard Biggs (Hawkes), Rodger Halston (Wyatt), Emile Levisetti (Brill) sowie Miro Polo, Tim Trevan

2020: Da die Bodenschätze verbraucht sind, gewinnen die Menschen ihre Rohstoffe aus dem Meeresboden. Dort arbeitet in einer Unterwasser-Station eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft, die dem Notruf eines russischen, unterirdischen Bergwerks nachgeht. Die dortige Besatzung kann nur noch tot geborgen werden. Urheber allen Übels ist ein garstiges Alien, das seinen Opfern alle Körperflüssigkeiten entzieht und unbeabsichtigt mit genommen wird. Commander Pickett (Alex Hyde-White) und der zwielichte Dr. Lazarus (Roddy McDowall) können gegen das Viech, das munter von Wirtskörper zu Wirtskörper springt, nur wenig ausrichten... Wenn man diese klischeehafte Mixtur etlicher Genre-Zutaten betrachtet, mag man gar nicht glauben, daß Produzent Roger Corman der Mentor von Francis Ford Coppola, Peter Bogdanovich, Jack Nicholson usw. ist. Der nach Schema F (ALIEN & LEVIATHAN lassen herzlich grüßen) konzipierte Low-Budget-Unterwasser-Horror wurde von Corman-Schüler Scott Levy (der auch das Remake DIE RÜCKKEHR DER PIRANHA, 1995, runterkurbelte) bis zur obligatorischen Schluss-Pointe ohne jegliche Innovation in Szene gesetzt. Die Monster-Schabracke sieht, dank der wie immer im Hause Corman herrschenden Sparmaßnahmen, ziemlich armselig aus. Die Besetzung macht Laune: Neben Roddy McDowall (PLANET DER AFFEN; DIE RABENSCHWARZE NACHT) als Bösewicht und den B-Movie-Recken Alex Hyde-White (SPOILER) und Don Stroud (PERDITA DURANGO) sind Captain Kirk’s hübsche Tochter Melanie Shatner (SUBSPECIES II) und der leider viel zu früh verstorbene Richard Biggs (Dr. Franklin in BABYLON 5) im Kampf gegen DAS ALIEN IN DIR dabei. Fazit: nichts neues von den Plagiatoren.   

  • „...weder originell, noch witzig oder gorig, dafür ungeheuer billig gemacht.“ (Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR)

  • „Schwachsinnige Dialoge und possierliche Effekte strapazieren höchstens die Lachmuskulatur.“ (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)
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Angriff der Riesenspinne
 

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Angriff der Riesenspinne

Riesenspinnen-Trash (USA 1975) / O: „The Giant Spider Invasion“ / Laufzeit: 76 Min. / FSK: ab 16

Regie: Bill Rebane / Musik:: Ito Rebane & John Arrufat / Kamera: Jack Willoughby / Schnitt: Barbara Pokras / Ausf. Prod.: William W. Gillett Jr. / Prod.: Bill Rebane & Richard L. Huff / Buch: Richard L. Huff & Robert Easton / Story: Richard L. Huff

Darsteller: Steve Brodie (Dr. Vance), Barbara Hale (Dr. Jenny Langer), Robert Easton (Ketser), Leslie Parrish (Ev), Alan Hale (Sheriff Jones), Bill Williams (Dutch), Kevin Brodie (Perkins) sowie Diane Lee Hart, Tain Bodkin, Paul Hentzen, J. S. Taylor, Christiane Schmidtmer, William W. Gillett Jr.

Irgendwo, in einem hinterwäldlerischem US-Kaff: Während der Dorfpfarrer die Gemeinde um sich versammelt hat, um seine Weltuntergangs-Predigten zu halten, knallt in unmittelbarer Nähe tatsächlich ein Meteorit hinunter. Am Tag darauf findet der tumbe Bauer Kester (krass: Robert Easton) auf seiner Farm viele seiner Kühe tot vor, aber dies ist ihm bald schnuppe, als er nach und nach eine stattliche Anzahl an Rohdiamanten aufsammelt. Während seine Frau (Leslie Parrish als Schluckspecht-Schlampe) sich die Rübe zuknallt, sucht Gierschlund Kester weiter nach Schätzen, ohne zu ahnen, was noch alles vom Himmel fiel: Spinnen! Eine davon wächst, warum auch immer, zu monströsen Ausmaßen heran und schon bald ist ganz schön die Hölle los. Während der Sheriff (ein echter Lachsack: Alan Hale) kichernd sein Buch zu Ende liest, nehmen NASA-Doktor Vance (Steve Brodie) und die Wissenschaftlerin Jenny Langer (Barbara Hale) den Kampf gegen die außerirdischen Spinnenmonster auf...

Wenn man ANGRIFF DER RIESENSPINNE sieht, denkt man an die wüsten Trash-Orgien von Ed Wood und fühlt sich an die Machwerke des Bert I. Gordon (IN DER GEWALT DER RIESENAMEISEN, 1977 und vor allem DIE RACHE DER SCHWARZEN SPINNE, 1958) erinnert, doch Bill Rebane’s Tier-Horror-Murks hat seine ganz eigenen Qualitäten:

Bügeleisen auf Spinnenvieh– und Flatsch!
Schreiende Weiber im Spinnennetz – und Kreisch!
Riesenspinne auf Autodach – Fahrer drinnen ist so schwach!
Spinnenmonster in der Stadt – Ach du Scheiß!

 Als Co-Autor dieses haarsträubenden Langebein-Unsinns fungierte Darsteller Robert Easton, der sich die irre Rolle des ebenfalls irren Farmer’s Kester voll auf den (vorhandenen) Leib schrieb: Er sieht einfach zum Brüllen aus, wenn er in seiner grotesken Unterwäsche (incl. Bauchbinde) durch die Botanik rennt. Und innerlich erst, da tun sich wahre Abgründe auf! Zur Strafe für seine ganzen Missetaten landet Kester schließlich im gefräßigen Spinnenbauch – und wie Easton da so verschluckt wird, seine Fellfresse dumm raus glotzt und er wild strampelnd mit den Armen rudert ... Ja, doch, das hat was... Und auch die übrigen Mitstreiter sind nicht viel besser: Ein lustiger Kugelbauch-Sheriff, der dauernd Witze reißt und auch noch darüber lacht, Kester’s dauernd besoffene, vollkommen kaputte Schnapsdrossel-Frau, die von Brodie und Hale gespielten Wissenschaftler, die auf der Flucht vor dem Ungetüm einen Hang runterpurzeln (was ausschließlich alten, dicken Menschen passiert und im vorliegenden Falle ausgesprochen ulkig aussieht), der örtliche Kneiper, der die Bürgerwehr als Selbstjustiz-Mob anführt, der plärrende Pfarrer usw. usf. Sie alle benehmen sich, als würden sie Gehirnfasching feiern, aber nicht so, als wenn tatsächlich eine Riesenspinne vom Himmel fallen würde. Logik? In so’nem Film ein Verbrechen. Die regelrecht grotesk und absurd anmutenden Trash-Ausbrüche stehen dagegen im totalen Widerspruch zur bierseligen Ernsthaftigkeit, mit der man im wissenschaftlichen Bereich das alberne Geschehen zu erklären versuchte (was nicht weniger unfreiwillig komisch ist). Und die Spezialeffekte sind auch allererste Sahne: Der Meteorit zum Anfang sieht richtig putzig aus und wenn man erst das Spinnenmonster sieht, wie es durch die Gegend saust, kommt man aus dem Lachen nicht mehr hinaus. Stellt sich die frage, warum erwachsene Menschen immer wieder solche Sachen machen. Egal, ich habe mich köstlich amüsiert und nur das zählt.

  • Robert Easton (geb. 1930) arbeitete als Sprachlehrer und Dialog-Coach u.a. für Arnold Schwarzenegger. Seine sonderbare Schauspieler-Karriere führte ihn in die unterschiedlichsten Filme; in den letzten Jahren war er auf der Kinoleinwand in kleinen Nebenrollen u.a. in FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE 2 (1992); NEEDFUL THINGS (1993) und dem John-Travolta-Thriller PRIMALY COLORS (1998) zu sehen. Easton spielte auch den klingonischen Richter in STAR TREK 6 (1991), der Kirk und McCoy auf einem Eisplaneten in die Verbannung schickte. ANGRIFF DER RIESENSPINNE war seine einzige Arbeit als Drehbuchautor – besser so.
  • Steve Brodie’s (1919 – 1992) Karriere, die Ende der 30er begann, umfasst insgesamt 81 Auftritte, u.a. in zahlreichen Low-Budget-Western- und Kriegsfilmen. Auch in den beiden Elvis-Streifen BLAUES HAWAI (1961) und KÖNIG DER HEISSEN RHYTMEN (1964) mischte er mit. Er ist der Vater von Kevin Brodie, der hier in einer Nebenrolle agiert und als First Assistent Director tätig war. Er arbeitet inzwischen als Regisseur.
  • Barbara Hale ist vor allem als Della Street, Gehilfin von Richter PERRY MASON (Raymund Burr), sowohl in der populären Serie aus den 50ern als auch in den TV-Filmen (1987 – 1995), bekannt geworden. Leslie Parrish war einst Lt. Palamas in der STAR TREK-Folge „Who Mourns For Adonis?“, in die sich Scotty unglücklich verliebt hatte.
  • Ein Blick auf weitere Filme Bill Rebane’s gefällig? Bitteschön:
      • MONSTER A GO-GO (1965): Ein Alien-Atronaut mutiert zum Killer-Riesen und bedroht die Erde...
      • INVASION AUS DER TIEFE (1974): Unsichtbare Außerirdische bedrohen die Erde...
      • THE ALPHA INCIDENT (1978): Marsianischer Todes-Virus bedroht Reisende auf einem Bahnhof...
      • RANA – HÜTER DES BLUTIGEN SCHATZES (1981): Fisch-Monster bedroht ahnungslose Camper...
      • DAS GRAUEN UM LUDLOW (1983): Ein besessenes Klavier bedroht eine Kleinstadt...
      • Oft arbeitete er unter seinem Pseudonym Ito Rebane und war auch als Drehbuchautor, Produzent, Cutter, Kameramann und Komponist tätig. Doch er hat noch nie einen guten Film gemacht.

  • Viele Charaktere leiden unter Achselschweiß – wer die meisten findet, darf sich ANGRIFF DER RIESENSPINNE noch mal ansehen

  • „Ein Schwachsinn ohnesgleichen.“ -LEXIKON DES SCIENCE FICTION FILMS-

  • „Neben den dilettantischen Leistungen der Darsteller, die ebenso bescheuert sein müssen wie ihre Filmrollen, sind vor allem die billig zusammengeschusterten Tricks erwähnenswert (...)“ -Frank Trebbin, DIE ANGST SITZT NEBEN DIR-

  • „Auf die titelgebende Oberspinne muß der Zuschauer bis kurz vor Schluß warten, aber dann entschädigt die ebenso stümperhaft wie enthusiastisch inszenierte Finalkatastrophe zumindest bekennende Trash-Gourmets.“ -HÖLLE AUF ERDEN-
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