Home Der wahre Horror Der wahre Horror Hals- und Wortbruch II

postheadericon Hals- und Wortbruch II

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Alles Schlechte zum internationalen Frauentag: Frau Ypsilanti tritt nicht mehr zur Wahl als Ministerpräsidentin in Hessen an, weil sie keine eigene Mehrheit in ihren eigenen Reihen findet, da eine aufsässige Genossin mit Gewissensbissen ihr die Stimme verweigern will. Dagmar Metzger heisst sie und gerät nun zusehends unter Druck: sie solle ihr Mandat nieder legen oder gleich ganz aus der Partei austreten, weil man ja da keine eigene Meinung haben darf. Und schon gar kein Gewissen. In der Politik sind nämlich alle nur Mitläufer. Da empörte sich ein hessisches SPD-Persönchen in einem Interview: "Wenn Frau Metzger es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren kann, würde es bedeuten, dass wir anderen kein Gewissen haben?" Jawohl, also frag nicht so dumm! Zickenalarm in der Hessen-SPD; Stutenbisse statt Gewissensbisse!

Wie dem auch sei: die Pläne für eine rot-grüne Minderheitsregierung mit Tolerierung der Linkspartei sind (vorerst) vom Tisch, unten drunter hockt die Ypsilanti als eigentliche Verliererin der Hessen-Wahl, während über ihr triumphierend der Koch tanzt und sich ins rechte Fäustchen lacht. Bravo, gut gemacht! Das passiert, wenn Frauen versuchen, Spitzenpositionen einzunehmen: sie fallen auf die Fresse. Immerhin kann man ihr ja wenigstens anrechnen, dass sie zugegeben hat, ihr Versprechen gebrochen zu haben; dass gibts in der Politik auch nicht alle Tage. Doch das wird ihr den Hals, den viele ihrer SPD-GenossInnen am liebsten umdrehen möchten, auch nicht mehr retten. Hat die Ypsilanti jetzt ein Glaubwürdigkeitsproblem? Natürlich, denn sonst wäre sie ja nicht in der Politik. Aber sie ist nicht mehr oder weniger glaubwürdiger als die anderen Witzfiguren. Wer z.B. die beiden Possenreißer Westerwelle/Niebel ernsthaft als politische Opposition für glaubwürdig hält, bei dem muss doch was in der Kindheit schief gelaufen sein. Oder die bayrische Schenkelklopfer-Combo Beckstein/Huber, die das Rauchverbot lockern wollen, in dem Glauben, verloren gegangene CSU-Wählerstimmen zurück zu gewinnen. In Bayern glaubt man an vieles, sogar an Gott. 

Diese Frau Ypsilanti, die früher beim Bundes-Gerd Frau XY hieß und nun von der BILD in Lügilanti umgetauft wurde, was immerhin 25 ct. für die Wortspielkasse macht, ist in diesem politischen Irrenhaus also in allerbester Gesellschaft.

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Aktualisiert (Samstag, den 08. März 2008 um 22:55 Uhr)

 
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