Mangler, the
T h e M a n g l e r
Noch schlimmer als der Teufel selbst ist der Teufel in anderen. (Bill Gartley)
USA 1995 / O: The Mangler / Prod.: Distant Horizon, Filmex (PTY) Ltd., Allied Film / Laufzeit: 102 Min. / FSK: ab 18
Regie: Tobe Hooper / Musik: Barrington Pheloung / Kamera: Amnon Salomon / Schnitt: David Heitner / Ausf. Prod.: Harry Alan Towers, Sudhir Pragjee, Sanjeev Singh, Helena Spring / Prod.: Anant Singh / Buch: Tobe Hooper, Stephen Brooks, Peter Welbeck / LV: Stephen King / Make-up-Effekte: W. Scott Wheeler
Mit Robert Englund (Bill Gartley), Ted Levine (Detective John Hunton), Daniel Matmor (Mark Jackson), Jeremy Crutchley (Pictureman), Vanessa Pike (Sherry Oulette), Demetre Phillips (Stanner) sowie Lisa Morris, Vera Blacker, Ashley Hayden, Danny Keogh u.a.
John Hunton (Ted Levine, DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER) ist ein Polizist mit Leib und Kehle desillusioniert, herunter gekommen, depressiv. Und ausgerechnet so einer soll die mysteriösen Vorgänge in der Blue Ribbon-Wäscherei aufklären. Da spielt nämlich eine gigantische, vor sich hin dampfende und schnaufende Wäschemangel verrückt. Schon einige Menschen hat dieser monströse Maschinen-Koloss verschluckt, doch beim durchgeknallten Bill Gartley (einfach herrlich: Robert Englund), dem tyrannischen Besitzer der Wäsche-Bude, stößt er nur auf taube Ohren. Kein Wunder, steht Gartley mit der Dämonen-Mangel im Bunde, seit das Ding sich doch tatsächlich vor einigen Jahren mindestens ein Bein und andere Körper-Kleinigkeiten von ihm geschnappt hat. Doch Gartley fühlt sich pudelwohl: Es steckt etwas von mir in der Maschine und ein wenig von ihr in mir. Er besorgt der eigenwilligen Wäschemangel das, was sie einmal im Jahr braucht: Das frische Blut einer 16jährigen Jungfrau. The Mangler hat Blut geleckt... Eine haarsträubende Geschichte wird uns hier aufgetischt, die schon 1972, als Stephen King die gleichnamige Kurzgeschichte zu Papier brachte, reiner Irrsinn war. Kongenial verfilmt vom Kettensägen-Regisseur Tobe Hooper als absurden Splatter-Trash, bei dem jedoch nur das Design der besessenen Wäschemangel wirklich beeindrucken kann. Der Rest mag grober Unfug sein, aber zumindest ist THE MANGLER hübsch schräg-unterhaltsam, trotz oder gerade wegen all der Absurditäten. Hooper, der mit dem banal-blutigen Teenie-Tier-Horror CROCODILE endgültig ins filmische Nirvana verschwand, beweist dabei durchaus Sinn für Atmosphäre und natürlich Dutzende Gallonen an Kunstblut. Zuerst frönt er der alten Leier mit dem Spiel falscher Schreckmomente, wo man denkt, ah, jetzt passiert was und dann ist doch nichts. Doch als eine ältere Arbeiterin ihre Finger in die Dämonen-Mangel steckt, um nach den lebenswichtigen Pillen zu greifen, welche in sie hinein gefallen sind, da geht die Post ab. Blut, Schweiß und krachende Knochen. Weniger die verrückte Geschichte, sondern viel mehr die völlig überzogen dargestellten Figuren sorgen dafür, daß man THE MANGLER einfach nicht ernst nehmen kann. Levine übertreibt als cholerischer Bulle total, aber Englund schießt als Mechanik-Mensch auf 2 Krücken den Vogel ab: Wie Edmund Stoiber aufm LSD-Trip zappelt und grimassiert er sich durch die verrückte Geschichte. Auch die weiteren Nebenfiguren haben alle ein Rad ab, u.a. ein verrückter Leichenfreak-Pathologe, welcher der missratene Sohn von Herbert West sein könnte und der Pictureman., ein verschrobener, ältlicher Herr, der den Tod in jeder erdenklichen Einstellung fotografiert, bis in den Tod hinein...
- Michael Hamilton-Wright inszenierte mit Lance Henriksen eine total bescheuerte Fortsetzung: THE MANGLER II
- Sieht man von gewissen Schwächen ab, so z.B. der zeitweise etwas umständlichen Inszenierung und akzeptiert die wirklich lächerliche Story, so kann man sich ganz gut unterhalten. (Harry Lieber, HÖLLE AUF ERDEN)
- ...nur ein weiterer Sargnagel für den dauerhaft kränkelnden Horrorfilm. (CINEMA)

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Aktualisiert (Freitag, den 04. Mai 2007 um 03:23 Uhr)


















