Warlock - Das Geisterschloß
Aus
der Rubrik: Fortsetzungen, die die Welt nicht brauchÂ’
WARLOCK – DAS GEISTERSCHLOSS
USA
1999 / O: „Warlock III – The End of Innocence / Prod.: Trimark Pictures /
Laufzeit: 90 Min. / FSK: ab 18
Regie: Eric Freiser / Musik: David
Reynolds / Kamera: Andrew Turman / Schnitt: Greg Finton /
Ausf. Prod.: Mark Amin / Prod.: Bruce David Eisen
/ Buch: Bruce David Eisen, Eric Freiser / Special Make Up
Creature Effects created by Almost Human
Darsteller:
Bruce Payne (Warlock/Phillip Covington), Ashley Laurence (Kris
Miller), Paul Francis (Michael), Jan Schweiterman (Jerry), Angel
Boris (Lisa), Richard C. Hearst (Scott), Boti Ann Bliss (Robin)
sowie Eamon Draper, Catherine Siggins, Majella Corley u.a
„Wer die
Geister der Vergangenheit vergisst, wird von ihnen eingeholt“, heißt es hier,
was sich alle Beteiligte, egal ob vor oder hinter der Kamera, gefälligst hinter
die Ohren schreiben sollen! Nein, dieser dritte WARLOCK-Film hätte nun wirklich
nicht sein müssen. Das der deutsche Verleihtitel Assoziationen zu Jan de BontsÂ’
Polter-Remake DAS
GEISTERSCHLOSS weckt, ist aber ein wirklich blöder Zufall... Die Studentin
Kris (Ashley Laurence, im B-Movie-Sumpf versumpft) ist ganz happy, als sie
erfährt, daß ihrer Familie eine alte Villa gehört, die aber bald abgerissen
werden soll. Bevor es dazu kommt, will sie aber noch ein bissel rumstöbern,
vielleicht findet sie ja noch was brauchbares über ihre Vorfahren. Doch das
Anwesen ist leer. Trotzdem ein cooler Wochenendtrip für sie und ihre bekloppten
Freunde. Bis jedenfalls ein geheimnisvoller Fremder vor der Türe steht: Phillip
Covington (Bruce Payne), seines Zeichens Architekt. Und was für einer... Er ist
der Warlock, der Kris dem Teufel opfern will... Der 1971 geborenen Ashley
Laurence, seit den ersten beiden HELLRAISER-Filmen (1987 und 88) unser
Horror-Mäuschen, nimmt man die Collegestudentin einfach nicht ab und Bruce
Payne (RAVAGER; HIGHLANDER – ENDGAME)
darf als preiswerter Julian-Sands-Ersatz zwar die üblichen Sprüche klopfen, ist
aber auch nicht gerade die Offenbarung. WeilÂ’s zwei vertraute Gesichter sind,
die sich hier zum Obst machen, kann man die Fehlbesetzung der beiden
Hauptrollen mit dem nötigen Alkoholgehalt vielleicht noch eher verschmerzen als
den restlichen Haufen, allesamt Schauspieler, die man aus den Filmstudios
prügeln sollte. Es ist das übliche Figurenarsenal (zugedröhnter Heini, Karten
lesende Emma, pubertäre Sex-Protze etc.) in einem langatmigen, ideenlosem
Grusel-Gekasper, das sich folglich nur auf ficken, kiffen und Titten beschränkt
und so aufregend ist wie das tägliche Kreuzworträtsel in der Bild-Zeitung.
Dazwischen reaktiviert Regisseur und Co-Autor Freiser x-mal durchgenudelte
Spukhaus-Klischees: es blitzt und es donnert und da fleht diese seltsame
Mädchenstimme: „Hilf mir, bitte hilfÂ’ mir!“ Dazu das übliche Geschrei und zwei,
drei blutige Splatter-Einlagen – das muß reichen, um für Horror zu sorgen. Mir
reichtÂ’s schon lange.
- „Schales
Hexengebräu ohne Wirkung.“ (TV SPIELFILM)

geschrieben von Onkelzfdighter, Juni 10, 2007
| < Zurück |
|---|
Aktualisiert (Mittwoch, den 10. August 2005 um 21:31 Uhr)

















