The Asylum
THE ASYLUM
The Asylum. Diese wirklich emsig produzierende Billigfilmschmiede hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1997 zur Heimstätte für alle Fans des gepflegten filmischen Mülls gemausert. Das Ziel ist ganz klar vorgegeben: Wann immer ein Kino-Mega-Blockbuster-Hit sich ankündigt, wird mit leichter Titel-Variation das entsprechende Billigfilm-Pendant mit dem Vorsatz runter gekurbelt, das Teil möglichst noch vor dem Kinostart auf den kostengünstigen DVD-Markt zu schmeißen. Die Titel, die da in den letzten Jahren von The Asylum heraus gespuckt wurden, sprechen denn für sich: THE DA VINCI TREASURE (2006), SNAKES ON A TRAIN (2006), PIRATES OF TREASURE ISLAND (2006), I AM OMEGA (2007), AVH: ALIEN VS: HUNTER (2007), 100 MILLION BC (2008), WAR OF THE WORLDS II (2008, aka KRIEG DER WELTEN II), TRANSMORPHERS (2009), 2012: SUPERNOVA (2009), PARANORMAL ENTITY (2009), THE TERMINATORS (2009), SHERLOCK HOLMES (2010), MEGA PIRANHA (2010) etc.
Nicht umsonst heißt es ja: wenn schon klauen, dann nur bei dem Besten. Im Fall von The Asylum: auch bei den Schlechten. Die strotzen nur so vor Selbstbewusstsein. Ob Mumien-Mummenschanz (LEGION OF THE DEAD, 2005), Weltuntergang (METEOR APOCALYPSE, 2010), Monsterspektakel (MEGASHARK VS. GIANT OCTOPUS, 2009, MEGASHARK VS. CROCOSAURUS), Roboter-Action (THE DAY THE EARTH STOPPED) die Verhohnepiepelung klassischer Horrormotive (FRANKENSTEIN REBORN, 2005, DRACULAS CURSE, 2006) oder einfach nur der ganz normale Blödsinn (18 YEAR OLD VIRGIN, 2009) - nichts ist zu doof, um nicht filmisch verwurstet zu werden. Demnächst im Programm: TITANIC II. Kein Witz.

Freilich gab es schon immer fleißige B-Movie-Produzenten, die zu einem erfolgreichen Hollywood-Film und/oder einem populärem Thema ihre mehr oder weniger billigen Kopien hinterschieben, man denke nur an die unzähligen ALIEN-Rip-offs. So bedienten in den 50ern/60ern z.B. James Nicholson und Samuel Z. Arkoff mit American International Pictures das Drive-In-Kino, während der gute, alte Roger Corman mit seinen legendären "New World Pictures" über Jahrzehnte hinweg (von den 70ern an bis 1993) die B-Movie-Front dominierte und Charles Band mit seinen "Empire Pictures" (nach deren Pleite durch ROBOTJOX gefolgt von Full Moon Entertainment) den Videosektor abdeckte. Sehr erfinderisch war in den 50ern Bert I. Gordon: der fertigte noch vor Drehbeginn spektakuläre Filmplakate an, verbunden mit der Tatsache, dass die im Anschluss gedrehten Filme weit weniger spektakulär waren.



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Aktualisiert (Montag, den 01. November 2010 um 11:05 Uhr)


















